Herr Lehmann

Ein Roman von Sven Regener

Kreuzberg 1989: Ein fast dreißigjähriger Kneipenzapfer, der allen Ansprüchen erfolgreich ausweicht, erlebt in den Wochen vor seinem Geburtstag eine Störung nach der anderen – vom Killerhund bis zum Elternbesuch.

  • 284 Seiten
  • Tempo: gemächlich
  • Anspruch: mittel
Bei Amazon ansehen ↗14,00 €Auf Lager

Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783442497577). Amazon-Preise vom 28.10.2026, 12:47 Uhr. Preise und Verfügbarkeit können sich ändern; maßgeblich ist der Preis auf Amazon.de zum Zeitpunkt des Kaufs.

Für wen?

Leser, die trockenen Humor, Westberliner Kneipenmilieu und Antihelden mögen; Fans von Element of Crime und der Verfilmung mit Christian Ulmen.

Wie liest es sich?

Gemächlich und komisch; personaler Erzähler in der Vergangenheit, sehr eng an Lehmanns Gedanken – lange, kreisende Sätze mit dem Refrain „dachte Herr Lehmann“, dazu schlagfertige, absurde Dialoge. Kurze, betitelte Kapitel („Der Hund“, „Mutter“). Die Taschenbuchausgabe behält die alte Rechtschreibung („daß“).

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Frankie und Freddie“ (gleiche Hauptfigur, Kreuzberg 1980); „Neue Vahr Süd“ (Frank Lehmanns Jugend in Bremen); Wladimir Kaminers „Russendisko“ (komische Berlin-Geschichten aus derselben Zeit).
  • Wissenswert: Debütroman des Element-of-Crime-Sängers, laut Verlag über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Verfilmung von Leander Haußmann mit Christian Ulmen bekam laut Verlag den Deutschen Filmpreis, Regener für das Drehbuch den Deutschen Drehbuchpreis.

Worum es geht

  • Frank Lehmann, den alle nur noch „Herr Lehmann“ nennen, seit sich herumgesprochen hat, dass er bald dreißig wird, zapft im Herbst 1989 Bier in Kreuzberger Kneipen und lebt in einer Eineinhalbzimmerwohnung in der Eisenbahnstraße. Er hat sich darauf eingerichtet, nicht gestört zu werden.
  • Kurz vor dem runden Geburtstag geht das nicht mehr: Auf dem Heimweg stellt sich ihm ein hässlicher, knurrender Hund in den Weg, die Eltern aus Bremen kündigen Besuch an, eine Frau aus der Markthalle bringt ihn durcheinander, und am Ende muss er sogar Richtung Osten über die Grenze.

Auszeichnungen & Listen

  • Mehr als ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste (laut Verlagsvita, abgerufen 2026-10-28).
  • Verfilmung (Regie Leander Haußmann, mit Christian Ulmen), ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis; Regener erhielt für das Drehbuch den Deutschen Drehbuchpreis (laut Verlagsvita, abgerufen 2026-10-28).
  • Besprochen im Literarischen Quartett 2001 (laut taz-Rezensionsnotiz bei Perlentaucher, abgerufen 2026-10-28).

Reihe & Ausgaben

  • Frank-Lehmann-Romane nach Erscheinen: Herr Lehmann (2001), Neue Vahr Süd (2004), Der kleine Bruder (2008), Magical Mystery (2013), Wiener Straße (2017), Glitterschnitter (2021), Frankie und Freddie (2026) – Liste laut Eintrag frankie-und-freddie. In der Datenbank: frankie-und-freddie.
  • Erstausgabe: Eichborn, Berlin 2001, gebunden, 300 Seiten (Perlentaucher). Diese Ausgabe: Goldmann-Taschenbuch, 1. Auflage Juni 2026 (Impressum der Leseprobe).

Stimmen aus Rezensionen

  • Frankfurter Rundschau (Marius Meller, 30.08.2001, nach Perlentaucher): Charme des unspektakulären Helden und gut geschriebene, intensive Dialoge; Kritik: anfangs recht behäbiger Einstieg.
  • taz (Gerrit Bartels, 21.08.2001, nach Perlentaucher): sanftes, behagliches Buch mit sympathisch planlosem Helden; Kritik: das gezielte Hinschreiben auf ein historisches Datum wirke effekthascherisch.
  • Süddeutsche Zeitung (Thomas Steinfeld, 17.08.2001, nach Perlentaucher): freundlich, leicht und gekonnt belanglos, mit Blick auf den Konservatismus der alternativen Szene; milder, betulicher Erzählton.

Das könnte dir auch gefallen

Alle Bücher wie „Herr Lehmann“ →
Herr LehmannBei Amazon