Schwestern. Trotz allem
Roman von Max Moor
Drei Schwestern werden in Österreich am Ende des Zweiten Weltkriegs auseinandergerissen und gehen über vier Jahrzehnte völlig verschiedene Wege – verbunden nur durch Erinnerungen und drei Glücksknöpfe.
- 560 Seiten
- Tempo: gemächlich
- Anspruch: mittel
Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783423285681).
Leser von Familien- und Schicksalsromanen über die Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit, die umfangreiche Bücher mit mehreren Perspektiven und österreichischem Kolorit mögen.
Laut Verlag „sprachgewaltig“; nach Leserstimmen auf der Verlagsseite wechseln Kapitel zwischen den Schwestern und den Aufzeichnungen der Figur Albert („Aus Alberts Schreibmappe“), mit Zeitsprüngen, eingestreutem österreichischem Dialekt (Glossar als Lesezeichen beigelegt), Ironie neben emotionalen Passagen; mehrere Leser nennen einzelne Passagen langatmig (dtv-Leserrezensionen, 09.–13.10.2026, nur Tendenz).
Kurzprofil
- Ähnliche Bücher: Carmen Korn „Töchter einer neuen Zeit“ (Frauenschicksale über Jahrzehnte), Monika Helfer „Die Bagage“ (österreichische Familiengeschichte nach wahren Begebenheiten).
- Wissenswert: Der langjährige „ttt“-Moderator legt einen Roman vor, der laut dtv auf wahren Ereignissen beruht (dtv, 2026-10-14).
Worum es geht
- Österreich, Frühjahr 1945: Der Vater verschwindet, die Mutter stirbt. Gerti bleibt bei den Großeltern, ihre Schwestern Rudi und Hansi kommen ins Heim. Gerti verliebt sich später in den verheirateten Albert, der immer wieder in ferne Länder verschwindet, und zieht zwei Kinder allein groß – argwöhnisch beäugt von Nachbarn und Jugendwohlfahrt. Rudi, schön und glamourös, will die Heimkindheit vergessen und wechselt von Mann zu Mann; Hansi wird adoptiert, wird Hotelkauffrau und macht Karriere, ohne sich binden zu wollen. Zentrale Frage: Was bleibt vom Band zwischen Schwestern, die einander verloren haben?
Reihe & Ausgaben
- Einzelband. Hardcover (dtv, 2026), Hörbuch-Download und MP3-CD (Der Audio Verlag, 08.10.2026).
Stimmen aus Rezensionen
- NDR (Pressestimme auf der dtv-Seite, 11.10.2026): eindringliche Geschichte über weibliche Selbstbehauptung, stillen Eigensinn und Überleben in einer unbarmherzigen Zeit.
- Münchner Merkur (Astrid Kistner, 08.10.2026, Pressestimme auf der dtv-Seite): „kraftvolles Romandebüt“ über drei Vollwaisen, die Trennung, Ablehnung, Grausamkeit und schließlich Liebe erfahren.
- Galore (Pressestimme auf der dtv-Seite, 08.10.2026): drei grundverschiedene Lebenswege zwischen Krieg, institutioneller Gewalt, Liebe, Karriere und Familiengeheimnissen.
- Tendenz Leserstimmen (dtv-Seite, Ø 4,4 Sterne; Amazon 4,1): Sprache und Österreich-Kolorit gelobt; Kritik an Längen, den Albert-Kapiteln und daran, dass Gerti viel, Rudi und Hansi wenig Raum bekommen.
Inhaltshinweise
- Laut Verlag und Pressestimmen: Tod der Mutter, institutionelle Gewalt in einem Kinderheim, Grausamkeit gegenüber Kindern; Leserstimmen nennen Missbrauch im Heim (2026-10-14).



