Bevor der Kaffee kalt wird
Vier Geschichten von Toshikazu Kawaguchi
In einem Kellercafé in Tokio kann man auf einem bestimmten Stuhl in die Vergangenheit reisen – aber nur, bis der Kaffee kalt ist, und ändern lässt sich an der Gegenwart nichts.
- 239 Seiten
- Tempo: gemächlich
- Anspruch: leicht
- Band 1 der Reihe Das magische Café
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Leser, die leise, tröstliche Geschichten über Abschied und Versöhnung mögen.
Ruhig und dialoglastig, auktoriale Erzählstimme im Präteritum, ein einziger Schauplatz wie auf einer Bühne; Figuren knapp und mit leichtem Humor eingeführt (Leseprobe).
Kurzprofil
- Ähnliche Bücher: Matt Haig, „Die Mitternachtsbibliothek“ (tröstliche Fantastik um verpasste Chancen, siehe
die-mitternachtsbibliothek); John Ironmonger, „Der Wal und das Ende der Welt“ (kleiner Ort, menschliche Wärme, sieheder-wal-und-das-ende-der-welt). - Wissenswert: Die Geschichte war zuerst ein Theaterstück, mit dem Kawaguchi den Grand Prize des Suginami Drama Festival gewann (Autorenvita bei Hugendubel, Stand 2026-10-22). Der Verlag bewirbt das Buch als SPIEGEL-Bestseller mit über 10 Millionen verkauften Exemplaren weltweit (Untertitel der Verlagsmeldung, Stand 2026-10-22).
Worum es geht
- Das Café Funiculi Funicula liegt im Untergeschoss einer Seitengasse in Tokio. Eine Legende sagt, man könne dort in die Vergangenheit reisen – unter lästigen Regeln: Man trifft nur Menschen, die selbst im Café waren, darf den Stuhl nicht verlassen und muss zurück sein, bevor der Kaffee kalt ist.
- Vier Geschichten über einen Sommer: eine Frau, deren Freund nach Amerika gegangen ist, eine Ehe, die unter Alzheimer leidet, zwei Schwestern sowie eine Mutter und ihr Kind. Wiederkehrend: Bedienung Kazu, Besitzer Nagare, seine Frau Kei und Stammgast Hirai.
Auszeichnungen & Listen
- Grand Prize des Suginami Drama Festival für die Bühnenfassung (Autorenvita, Hugendubel); SPIEGEL-Bestseller laut Verlag (Liste/Datum nicht geprüft).
Reihe & Ausgaben
- Band 1 „Bevor der Kaffee kalt wird“; weitere deutsche Bände laut DNB (Stand 2026-10-22): „Bevor die Erinnerung verblasst“ (Knaur.Leben, 2024, 265 Seiten) und „Bevor wir unsere Freundlichkeit vergessen“ (Knaur.Leben, 2026, 223 Seiten), beide übersetzt von Friedrich Pflüger. Keiner davon steht bisher in der Datenbank.
- Ausgaben laut DNB: E-Book O.W. Barth 2018 (ISBN 9783426453384), Hörbuch Argon 2024, gelesen von Frederic Böhle (ISBN 9783732475605).
Stimmen aus Rezensionen
- FAZ (Katrin Doerksen, Besprechung von Ping Lus „Dunkle Gewässer“, 03.11.2025): zählt das Buch zu den stilbildenden Romanen über tröstliche, heilsame Cafés in der ostasiatischen Literatur.
- „Heil und Kraut“ (Pressestimme laut Hugendubel): ein schönes, nachdenkliches Buch zum Schmunzeln und Weinen.
- Leserwertung bei Hugendubel als Tendenz: 3,6 von 5 bei 116 Bewertungen (Stand 2026-10-22) – geteiltes Echo.
Inhaltshinweise
- Laut Verlagstext: Alzheimer-Erkrankung, Tod einer Schwester; laut Leseprobe: Herzkrankheit einer Figur.



