Das habe ich wegen dir getan

Roman von John Lanchester

Eine Frau Ende fünfzig erkennt in einer Netflix-Hitserie die intimsten Details ihrer eigenen Ehe – und will wissen, wer sie verraten hat.

  • 399 Seiten
  • Tempo: ausgewogen
  • Anspruch: anspruchsvoll

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Für wen?

Leser literarischer Spannungsromane mit bösem Humor, Gesellschaftssatire über das wohlhabende London und Generationenkonflikt.

Wie liest es sich?

Ich-Erzählung Kates im Präteritum, rückblickend („so blicke ich heute auf dieses Gespräch zurück“), lange, pointierte Dialoge und Tiraden, viel Ironie über Dinnerpartys, Ottolenghi und Babyboomer. Langes erstes Kapitel; laut Spectator zwei Erzählerinnen (Kate und Phoebe).

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: Ford Madox Ford, „Die allertraurigste Geschichte“ (der Spectator stellt den Roman in diese Tradition einer unheimlichen Ehegeschichte); John Lanchester, „Kapital“ (gleicher Autor, Satire auf das wohlhabende London).
  • Wissenswert: Die Serie im Roman heißt „Betrug“ – eine Fernsehwelt, die laut Klappentext eine reale Ehe ausschlachtet; Lanchester ist laut Spectator Autor von „Kapital“ und „Die Mauer“.

Worum es geht

  • West-London: Kate, ehemalige Kunsthistorikerin, und ihr Mann Jack, Architekt, führen seit Jahrzehnten eine Ehe mit eigener Geheimsprache. Kapitel 1 schildert eine Dinnerparty bei befreundeten Architekten und Jacks private, mildtätige Seite.
  • Kurz darauf ist Kate Witwe (so auch DLF Kultur). Dann wird die Streaming-Serie „Betrug“ der jungen Autorin Phoebe zum Megahit – und verhandelt Details aus Kates Ehe.
  • Zentrale Frage: Wer hat Phoebe das Material geliefert – und was wird Kate tun?

Reihe & Ausgaben

  • Einzelband. Andere Lanchester-Titel in der Datenbank: keine (2026-10-14).

Stimmen aus Rezensionen

  • Deutschlandfunk Kultur (Ursula März, 19.09.2026, laut Perlentaucher perlentaucher.de): „modernes Königinnen-Drama“, fein psychologisch erzählt, zeigt Unterschiede zwischen Generationen und Milieus, führt die Stränge klug erst am Ende zusammen; großartig im Umgang mit Stalking und Voyeurismus.
  • The Spectator (Amanda Craig, 07.03.2026, zum Original, spectator.com): fesselnd, schwarzhumorig, überzeugende Erzählstimmen zwischen Literatur und Unterhaltung; Kritik: Thrillerplot überholt die Figuren, Ende überhastet, Rivalin zu flach.
  • Bookmarks (Sammelseite englischer Kritiken, bookmarks.reviews): eine Kritik nennt den Plot unplausibel und vorhersehbar.

Inhaltshinweise

  • Laut Rezensionen: Stalking, Voyeurismus, Trauer/Verlust des Ehemanns, Gaslighting (Spectator). Weitere: keine genannt (2026-10-14).
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