Ich bin dann mal weg

Meine Reise auf dem Jakobsweg von Hape Kerkeling

Ein bekennender Couch-Potato und TV-Komiker läuft nach Hörsturz und Gallen-OP sechs Wochen lang den Jakobsweg nach Santiago – ein Tagebuch über Blasen, Mitpilger und die Frage nach Gott.

  • 368 Seiten
  • Tempo: ausgewogen
  • Anspruch: leicht

Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783492319911).

Für wen?

Leser, die mit dem Gedanken ans Pilgern spielen oder humorvolle Reise- und Selbstfindungsberichte mögen; Kerkeling-Fans.

Wie liest es sich?

Tagebuchform mit datierten Etappen-Kapiteln (9. Juni bis 20. Juli 2001), Ich-Erzähler im Präsens, plaudernd-selbstironisch, viel Dialog und Anekdote, kaum Landschaftsbeschreibung (räumt Kerkeling im Vorwort selbst ein).

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Picknick mit Bären“ (Bill Bryson) – komischer Wanderbericht eines Ungeübten; „Der Junge muss an die frische Luft“ (Hape Kerkeling) – seine Kindheitserinnerungen im selben Ton.
  • Wissenswert: 100 Wochen auf Platz 1 der SPIEGEL-Sachbuchliste (2006–2008) und über fünf Millionen verkaufte deutschsprachige Exemplare (Vorwort der Neuausgabe bzw. piper.de, abgerufen 2026-10-14). Der Verlag wurde durch einen Auftritt bei Sandra Maischberger auf das Tagebuch aufmerksam (Vorwort).

Worum es geht

  • Juni 2001: Nach einem Hörsturz und der Entfernung der Gallenblase nimmt sich Kerkeling eine Auszeit, fliegt nach Bordeaux und startet in Saint-Jean-Pied-de-Port mit elf Kilo Rucksack über die Pyrenäen Richtung Santiago de Compostela.
  • Erzählt werden Etappen, Herbergen und Begegnungen mit Einheimischen und anderen Pilgern; mitlaufende Frage ist die Suche nach Gott und nach sich selbst.
  • Neu in dieser Ausgabe: ein rund 20-seitiges Vorwort zur Entstehung (Diktat der Tagebücher in Italien, Lektorat bei Malik, Reaktionen auf das Buch).

Auszeichnungen & Listen

  • SPIEGEL-Bestseller: 100 Wochen Platz 1 der Sachbuchliste laut Verlag/Vorwort; die Abendzeitung (Volker Isfort, 17.04.2008) zählte im Buchreport 100 Wochen auf der Liste, davon 95 auf Platz 1.
  • Verfilmung: „Ich bin dann mal weg“, Regie Julia von Heinz, mit Devid Striesow, Kinostart 24.12.2015 (filmstarts.de, abgerufen 2026-10-14).
  • Laut Vorwort Komturkreuz des spanischen Zivilverdienstordens für den Autor (Eigenangabe).

Reihe & Ausgaben

  • Einzelband. Hardcover Malik 2006 (344 S.), Piper-Taschenbuch 2009 (344 S.), Filmausgabe 2015 (ISBN 9783492307116, lesejury.de), Neuausgabe 2026 mit Vorwort (368 S.). Bei Piper außerdem „Ich bin da noch mal hin“ von Anne Butterfield.

Stimmen aus Rezensionen

  • Ulrike Herrmann, taz (23.02.2007, taz.de): liest das Buch als Ausdruck des Pilgertrends; Kritik: eher Abgrenzung als Öffnung, spöttischer Blick auf Mitpilger, Hotels statt Herbergen.
  • Volker Isfort, Abendzeitung München (17.04.2008, abendzeitung-muenchen.de): „Erfolg ohne Beispiel“, damals drei Millionen verkaufte Exemplare.
  • Joachim Burghardt, alpinwelt/DAV München & Oberland (undatiert, alpenverein-muenchen-oberland.de): erfolgreichster Titel des Genres, habe die Zahl deutscher Jakobspilger steigen lassen.
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