Rot
zwei Romane in Versen von Anne Carson
Ein roter Junge aus dem griechischen Mythos verliebt sich in Herakles, wird verlassen und findet in der Gegenwart Halt in der Fotografie – erzählt als Roman in Versen.
- 318 Seiten
- Tempo: gemächlich
- Anspruch: sehr anspruchsvoll
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Leser von Lyrik und literarischen Experimenten, die antike Stoffe in moderner Form mögen und keine Angst vor einem fordernden Text haben.
Versroman, der laut Verlag Dichtung und Prosa mischt; Rezensenten heben den Wechsel zwischen antikem Pathos und saloppem Gegenwartston hervor (Verlagsseite, Pressestimmen 2019). Eigene Leseprobe nicht gelesen.
Kurzprofil
- Ähnliche Bücher: Madeline Miller, „Das Lied des Achill“ – ebenfalls ein antiker Mythos als Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, aber in klassischer Prosa; Anne Carson, „Autobiographie des Todes“ (S. Fischer) – weitere Lyrik der Autorin.
- Wissenswert: Anne Carson erhielt den Literaturnobelpreis 2026; die Schwedische Akademie gab das am 08.10.2026 bekannt (vienna.at, 2026-10-08). „Autobiography of Red“ gilt vielen als ihr Hauptwerk (ebd.).
Worum es geht
- Geryon, im antiken Mythos ein roter Riese mit einer Rinderherde, ist hier ein junger Mann, der Herakles verfällt. Als die Beziehung zerbricht, bleibt er verletzt zurück; die Geschichte wechselt aus der Antike in die Gegenwart, wo Geryon fotografiert. Der Band vereint „Autobiography of Red“ und die spätere Fortsetzung „Red Doc>“ (Verlagstext).
Auszeichnungen & Listen
- Literaturnobelpreis 2026 für Anne Carson (Gesamtwerk), bekanntgegeben am 08.10.2026 (vienna.at). Weitere Preise für dieses Buch: keine geprüft (2026-10-22).
Reihe & Ausgaben
- Enthält beide Geryon-Romane: „Autobiography of Red“ und „Red Doc>“. Frühere deutsche Fassung nur des ersten Teils: „Rot. Ein Roman in Versen“, übersetzt von Karen Lauer, Piper 2001, 170 Seiten (DNB) – nicht in der Datenbank.
Stimmen aus Rezensionen
- Deutschlandfunk (Marie-Luise Knott, 2019, nach Perlentaucher): fremder, aber immer wieder berührender Text, letztlich vergnüglich; Kritikpunkt: hohe Anforderungen an die Leser, besonders im zweiten Teil.
- FAZ (Thomas David, 31.07.2019, nach Perlentaucher): Coming-of-Age-Roman, der den Mythos in die Gegenwart holt; die Gefahr des Albernen werde vermieden.
- Pressestimmen auf der Verlagsseite (BR, Tagesspiegel, NZZ, Zeit 2019): Lob für Tonwechsel und Übersetzung.



