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An deiner Seite bis zuletzt

Wie ich für einen würdevollen Tod meiner Mutter kämpfte und was ich dabei über Pflege lernte von Katarina Schickling

Eine Journalistin pflegt nach dem plötzlichen Tod des Vaters 22 Monate lang ihre Mutter zu Hause – und erzählt, wie Mutter und Tochter sich dabei neu begegnen, wo das Pflegesystem versagt und was Angehörige wissen müssen.

  • 192 Seiten
  • Tempo: gemächlich
  • Anspruch: leicht
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Für wen?

Erwachsene, deren Eltern alt und gebrechlich werden oder die schon pflegen; Leser, die Erfahrungsbericht und praktische Hilfe (Pflegegrad, Pflegeversicherung, Vorsorge) in einem Buch suchen.

Wie liest es sich?

Ich-Erzählung im Wechsel von Präsens-Szenen und Rückblick, offen und unsentimental, auch bei Scham-Themen wie Inkontinenz. Dazwischen Zahlen, Leitlinien und Expertenzitate (in der Leseprobe Thomas Klie, AGP Sozialforschung). Kapitel mit Zwischenüberschriften; der Text gendert mit Doppelpunkt („Patient:innen“).

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Der alte König in seinem Exil“ (Arno Geiger) – Kind begleitet einen alternden Elternteil, ebenfalls aus eigener Erfahrung; „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ (Bronnie Ware) – Sterbebegleitung aus der Praxis; „Der Bademeister ohne Himmel“ (Petra Pellini) – Roman über häusliche Pflege bei Demenz.
  • Wissenswert: 86 Prozent der Pflegebedürftigen werden laut Buch zu Hause gepflegt (Einleitung, Zahlen Ende 2023, Statistisches Bundesamt). Das Buch beginnt mit dem Satz „Das Ende ist gut.“ – der friedliche Tod der Mutter im eigenen Bett.

Worum es geht

  • Im Januar 2023 stirbt Schicklings Vater überraschend; die Mutter, nach Stürzen, Hüft-OP und Lungenentzündung kaum noch mobil und zunehmend vergesslich, lebt allein in Stuttgart. Die Tochter organisiert von München aus und vor Ort die Pflege zu Hause, gemeinsam mit Pflegerinnen aus Polen.
  • Kapitel 1 „Wir brauchen einen Pflegegrad“ blickt auf die schleichenden Vorzeichen zurück und stellt die Frage nach Würde und Selbstbestimmung; die Autorin kritisiert u. a. ein Inkontinenz-Medikament, von dem eine Leitlinie bei alten Patienten abrät.
  • Laut Verlag folgen Krankenhausaufenthalte, der Kampf um Leistungen, die Leistungen der Pflegeversicherung und Vorsorge; Anhang mit Anlaufstellen und einer Checkliste für das Gespräch mit den Eltern (Testament, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Konten).

Reihe & Ausgaben

  • Einzelband. Frühere Bücher der Autorin behandeln laut Vita Ernährung, Herkunft von Lebensmitteln und nachhaltigen Konsum (u. a. „Besser einkaufen“, 2018); keines davon in der Datenbank.

Stimmen aus Rezensionen

  • Keine Rezensionen gefunden (Websuche 2026-10-29; das Buch ist erst am 20.10.2026 erschienen).
  • Eigene Einschätzung aus der Leseprobe: Stärke ist die Verbindung von sehr persönlichem Bericht und belegten Fakten; die Autorin räumt selbst ein, dass ihr Bericht subjektiv und anekdotisch ist, und stützt ihn mit Fachleuten.
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