Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen

(und deine Kinder werden froh sein, wenn du es gelesen hast) von Philippa Perry

Eine britische Psychotherapeutin zeigt, wie die eigene Kindheit unbemerkt in den Umgang mit den eigenen Kindern hineinwirkt – und warum nicht der Fehler zählt, sondern die Reparatur danach.

  • 320 Seiten
  • Anspruch: leicht

Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783548064598).

Für wen?

Eltern und werdende Eltern, die statt Erziehungstricks eine bessere Beziehung zu ihren Kindern suchen; laut Vorwort ausdrücklich „kein Erziehungsbuch im engeren Sinn“ – auch für Leser ohne Kinder, die ihre eigene Kindheit verstehen wollen.

Wie liest es sich?

Ich-Perspektive der Therapeutin, siezt die Leser, warm und direkt; kurze Unterkapitel, viele eingerückte Fallgeschichten von Klienten und Workshop-Teilnehmer in deren eigenen Worten, dazwischen kurze Übungen zum Innehalten und Zurückschauen.

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Das Kind in dir muss Heimat finden“ (Stefanie Stahl, das-kind-in-dir-muss-heimat-finden) – ebenfalls über Kindheitsprägungen, aber aus Sicht des Erwachsenen statt der Eltern; der Verlag wirbt selbst mit „Wer Stephanie Stahl mag, wird Philippa Perry lieben!“; „Ihr Kind ist anders“ (ihr-kind-ist-anders) – Familienalltag und Elternrolle, persönlich erzählt.
  • Wissenswert: Laut Ullstein in über 40 Sprachen übersetzt (abgerufen 2026-10-14); Penguin Random House USA nennt mehr als 1,3 Millionen verkaufte Exemplare weltweit (penguinrandomhouse.com, abgerufen 2026-10-14).

Worum es geht

  • Aufbau: sechs Teile – elterliches Erbe; Umgebung des Kindes (getrennte und zusammenlebende Eltern, richtig streiten); Gefühle; das Fundament (Schwangerschaft, Geburt, Bindung, postnatale Depression); Voraussetzungen seelischer Gesundheit (Dialog, Schlaf, Spielen); Verhalten als Kommunikation (Wutanfälle, Lügen, Grenzen, Jugendliche, erwachsene Kinder). Dazu Nachwort, ein Kapitel zu Reaktionen auf das Buch, Lektüreliste und Register (Inhaltsverzeichnis der Leseprobe).
  • Kernthesen: Kinder tun, was wir tun, nicht was wir sagen; starke Wut auf das eigene Kind ist oft ein Echo der eigenen Kindheit; Brüche in der Beziehung sind unvermeidlich, entscheidend ist die „Reparatur“ – notfalls mit einer Entschuldigung.
  • Belegbasis: über 20 Jahre therapeutische Praxis (Verlag), Fallbeispiele, Bindungstheorie; Lektüreliste am Ende.

Auszeichnungen & Listen

  • Perlentaucher verschlagwortet das Buch mit „Zeit-Sachbuch-Bestenliste 06/2020“ (abgerufen 2026-10-14). Der Verlag nennt es „Bestseller“ und zitiert emotion („Nr.1-Bestseller“, ohne Datum). Sonst keine gefunden (2026-10-14).

Reihe & Ausgaben

  • Einzelband. Nachfolger zum Thema Beziehungen allgemein: „Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Liebsten würden es lesen (und ein paar von den anderen auch)“ (Ullstein, Hardcover 2023, Taschenbuch 2025, DNB). Hardcover-Erstausgabe 2020 mit 302 Seiten (DNB).

Stimmen aus Rezensionen

  • Philipp Krohn, FAZ (05.09.2020, laut Perlentaucher perlentaucher.de): bekannte Maximen würden an Fallbeispielen gut verdeutlicht; Kritik: Wie die intensive Kommunikation mit mehr als einem Kind zeitlich zu leisten sei, bleibe offen.
  • Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur „Lesart“ (28./29.04.2020, laut Perlentaucher und Verlag): Empfehlung; psychologische Aha-Effekte und lebendig erzählte Fallgeschichten.
  • Tom Wohlfarth, taz (18.04.2020, laut Perlentaucher): trotz abschreckendem Titel ein „geradezu weises Buch“, das sich auf den Umgang mit allen Menschen übertragen lasse.

Inhaltshinweise

  • Laut Leseprobe und Inhaltsverzeichnis: Gewalt in der Kindheit (Fallbeispiel), Depression, postnatale Depressionen, Trennung der Eltern; sonst keine genannt (2026-10-14).
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