Die Mitternachtsreise
Roman von Matt Haig
Ein reicher, einsamer Buchhändler stirbt mit über achtzig – und steigt statt ins Nichts in einen Zug, der ihn mit der Buchhändlerin seiner Kindheit zu den wichtigsten Momenten seines Lebens zurückbringt.
- 333 Seiten
- Tempo: ausgewogen
- Anspruch: leicht
Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783426562499).
Fans von „Die Mitternachtsbibliothek“ und von tröstlichen „Was wäre, wenn“-Geschichten über Reue, Liebe und zweite Chancen; laut Publishers Weekly vor allem für Haig-Fans.
Sehr kurze Kapitel mit eigenen Überschriften (laut Inhaltsverzeichnis rund 100), Er-Erzählung im Präteritum, leicht und warm, mit unheimlichen Momenten (ein Doppelgänger, ein flüsternder Hauch, das Geräusch eines Dampfzugs). Der Guardian vergleicht das Hörbuch mit Dickens’ „Eine Weihnachtsgeschichte“ (laut Websuche, nicht selbst geprüft).
Kurzprofil
- Ähnliche Bücher: Matt Haig, „Die Mitternachtsbibliothek“ (gleiche „Mitternachtswelt“, siehe
die-mitternachtsbibliothek); Charles Dickens, „Eine Weihnachtsgeschichte“ (Rückschau auf ein Leben, Vergleich laut Guardian-Rezension). - Wissenswert: Im Inhaltsverzeichnis trägt ein Kapitel den Titel „Nora Seed“ – den Namen der Heldin aus „Die Mitternachtsbibliothek“. Laut Verlag „SPIEGEL-Bestseller“ (Titelzusatz, 2026-10-14).
Worum es geht
- Auftakt 1974: Wilbur Budd (29) verbringt mit seiner frisch angetrauten Maggie die Flitterwochen in Venedig; zu Hause wartet sein Buchladen, im Hintergrund liegt ein Familienunglück. Schon hier sieht er einen Doppelgänger seiner selbst.
- 52 Jahre später lebt Wilbur, über achtzig, wohlhabend und allein in einem großen Haus; er lernt Klavier. Kurz vor seinem Tod meldet sich eine Stimme aus ferner Vergangenheit.
- Statt des Todes erwartet ihn ein rätselhafter Zug und Agnes Bagdale, deren Buchladen in Sheffield seine Zuflucht als Kind war. Die Reise führt zu den glücklichsten und den schlimmsten Momenten seines Lebens (Verlagstext).
Auszeichnungen & Listen
- SPIEGEL-Bestseller laut Verlag (Titelzusatz, ohne Platz/Datum, 2026-10-14). Preise, Verfilmung: keine gefunden (2026-10-14).
Reihe & Ausgaben
- Kein Fortsetzungsband im engeren Sinn, sondern ein eigenständiger Roman in der Welt von „Die Mitternachtsbibliothek“ (2020; in der Datenbank:
die-mitternachtsbibliothek). Lesereihenfolge laut Verlag nicht vorgeschrieben.
Stimmen aus Rezensionen
- Publishers Weekly (13.02.2026, publishersweekly.com): berührendes Gegenstück zur „Mitternachtsbibliothek“, beschwört Wilburs Ängste und Reue glaubhaft; Kritik: gleitet gelegentlich in Plattitüden ab.
- Bookreporter (Ray Palen, 29.05.2026, bookreporter.com): sehr positiv, ein Abenteuer zum Genießen, vergleichbar mit „Ist das Leben nicht schön?“; keine Kritik.
- Deutsche Feuilleton-Rezension nicht gefunden; Verlag zitiert Brigitte („Gedankenexperiment“) und New York Times („lebensbejahend“).
Inhaltshinweise
- Laut Verlag und Leseprobe: Tod und Sterben, Trauer, ein Familienunglück um Wilburs Bruder (angedeutet) (2026-10-14).




