Wolkenberührpunkt

Roman von Christoph Kramer

Ein Ex-Profi beobachtet in einer Düsseldorfer Buchhandlung, wer als Erster sein Buch kauft – einen jungen Mann, der mit abgezählten Münzen zahlt und dessen Lebensgeschichte seit einer Silvesternacht im Jahr 2000 aus den Fugen ist.

  • 288 Seiten
  • Tempo: ausgewogen
  • Anspruch: leicht

Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783462055177).

Für wen?

Leser des Debüts „Das Leben fing im Sommer an“, Fans ruhiger Coming-of-Age-Romane über Herkunft, Freundschaft und erste Liebe; Fußball spielt laut Tagesspiegel nur am Rand eine Rolle.

Wie liest es sich?

Zwei Ebenen: Romans Geschichte in der dritten Person, Präteritum, mit kurzen, bildhaften Sätzen und viel Innensicht; dazwischen kursiv gesetzte Ich-Passagen des Autors über die eigene, behütete Kindheit. Kurze Abschnitte, melancholischer Grundton.

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Das Leben fing im Sommer an“ (Kramers Debüt, noch kein Eintrag); „Tschick“ (Wolfgang Herrndorf) – Jugendfreundschaft und Aufbruch, allerdings deutlich komischer.
  • Wissenswert: Das Hörbuch liest Christoph Maria Herbst (DNB). Der Titel meint einen alten Mast, auf dem Roman und sein bester Freund Wünsche in den Himmel rufen (Verlag). Kramer schreibt sich selbst als Figur „Chris“ in den Roman.

Worum es geht

  • Rahmen: Herbst 2024 endet Kramers Zeit in Gladbach, er schreibt sein erstes Buch; am Erscheinungstag lernt er in einer Buchhandlung Roman kennen, der ihm seine Geschichte erzählt.
  • Romans Geschichte: In der Silvesternacht 2000 erfährt der Zwölfjährige, dass seine Eltern nicht seine leiblichen sind. Ein Buch seiner leiblichen Eltern mit einem auffälligen „J“ in der Handschrift lässt ihn nicht los; an seiner Seite der beste Freund Stevie, und auf dem Friedhof begegnet er Nachbarstochter Mira. Wer „J“ ist und was der „Wolkenberührpunkt“ bedeutet, bleibt offen.

Reihe & Ausgaben

  • Kein Reihenband. Vorgänger des Autors: „Das Leben fing im Sommer an“ (KiWi 2025, Taschenbuch 2026) – nicht in der Datenbank.

Stimmen aus Rezensionen

  • Bernhard Heckler, Süddeutsche Zeitung (01.10.2026, laut Perlentaucher perlentaucher.de): eher Gespräch als Kritik; mancher Plot-Twist sei etwas vorhersehbar, freut sich aber schon auf den dritten Roman.
  • Andreas Schröter, Schreiblust Leselust (09.10.2026, schreiblust-leselust.de): ambitioniert, Roman bringe emotionale Tiefe; aber weniger leicht als das Debüt, Emotionen oft konstruiert und „haarscharf an der Grenze zum Kitsch“, überladene Bilder, die Autor-Einschübe bremsten.
  • Markus Ehrenberg, Tagesspiegel (05.10.2026, tagesspiegel.de): laut Vorspann „bewegende Coming-of-Age-Geschichte“ (Rest hinter Bezahlschranke).

Inhaltshinweise

  • Adoption und Identitätskrise, Panikattacken, Krieg in Jugoslawien als Hintergrund (Leseprobe); sonst keine genannt (2026-10-14).
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