Warum gibt es alles und nicht nichts?

Ein Ausflug in die Philosophie von Richard David Precht

Precht zieht mit seinem Sohn Oskar durch Berlin – vom Naturkundemuseum bis auf den Fernsehturm – und beantwortet unterwegs dessen große Fragen nach Ich, Moral und Glück.

  • 208 Seiten
  • Anspruch: leicht

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Für wen?

neugierige Kinder ab etwa zehn Jahren, Familien, die gemeinsam über große Fragen sprechen wollen, und Erwachsene, die einen leichten Einstieg in die Philosophie suchen.

Wie liest es sich?

Ich-Erzähler (der Vater) beschreibt jeden Ort anschaulich, dann folgt ein Dialog mit Oskar in kurzen Wechselreden; dazwischen Mythen und Gedankenexperimente in kurzen, klaren Sätzen. Kinder werden direkt angesprochen („ihr“), oft mit einem Augenzwinkern. Jedes Kapitel endet mit einer festgehaltenen „Einsicht“ und der Frage, die zum nächsten Ort führt.

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ (Precht, 2007) – laut Einleitung stammen manche Fragen und Geschichten aus seinen Büchern für Erwachsene, hier für Kinder umgearbeitet; „Sofies Welt“ (Jostein Gaarder, 1991) – ebenfalls Philosophie für junge Leser in Erzählform, ein Vergleich, den auch Leser auf Goodreads ziehen.
  • Wissenswert: Beginnt mit Oskars Idee für ein Monsterbuch über einen Zitteraal im Mittelalter – und seinem Einwand, dass es damals doch noch keinen Strom gab (Leseprobe, 2026-10-28).

Worum es geht

  • Einleitung: Vater und Sohn wollen Kinderfragen ernst nehmen – solche, die sich sicher beantworten lassen, und solche, bei denen es nur ungefähre Antworten gibt. Berlin wird zur Route für philosophische Spaziergänge.
  • Drei Teile mit 20 Stationen: „Ich & Ich“ (u. a. Naturkundemuseum, Aquarium, Tierpark, Irrgarten in Marzahn), „Das Gute & Ich“ (u. a. Hauptbahnhof, Charité, Konnopkes Würstchenbude mit der Frage, ob man Tiere essen darf) und „Mein Glück & Ich“ (u. a. Sanssouci, Mauerpark, Fernsehturm) – laut Inhaltsverzeichnis.
  • Erstes Kapitel im Naturkundemuseum: Oskar fragt, warum es überhaupt etwas gibt. Precht stellt Schöpfungsgeschichten aus China, Ägypten und dem Norden vor und kommt mit Oskar zu der Einsicht, dass echte philosophische Fragen keine sichere Antwort haben.

Reihe & Ausgaben

Stimmen aus Rezensionen

  • Pressestimmen laut Verlag: Markus Lanz (24.11.2011) nennt es ein tolles Buch; BRIGITTE empfiehlt es Denkern schon ab 8 Jahren (Verlagsseite Taschenbuch, 2026-10-28).
  • Goodreads (goodreads.com, Seite der Hörbuchausgabe, 3,64 von 5 bei 456 Bewertungen, 2026-10-28): Leser loben den kindgerechten, kurzweiligen Vater-Sohn-Dialog; mehrere finden die Antworten aber oberflächlich, einer bezweifelt, dass sich das Buch gut vorlesen lässt, ein anderer hätte die Berlin-Rundfahrt nicht gebraucht.
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