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Zero to one

Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet von Peter Thiel, Blake Masters

Der PayPal-Mitgründer und Investor Peter Thiel vertritt die These, dass echter Fortschritt nur entsteht, wenn jemand etwas völlig Neues schafft („von null auf eins“), statt Bewährtes zu kopieren – und dass Gründer dem Wettbewerb ausweichen sollten.

  • 200 Seiten
  • Anspruch: mittel
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Für wen?

Gründer, Leute aus Start-ups und Innovationsabteilungen sowie Leser, die sich für das Denken im Silicon Valley interessieren; kein Schritt-für-Schritt-Handbuch.

Wie liest es sich?

Kurze Kapitel in der Ich-Form, zugespitzt und provokant, mit vielen Beispielen aus Wirtschaftsgeschichte und Silicon Valley (Dotcom-Blase, Netscape, PayPal); laut Vorwort eine Denkübung, kein Leitfaden.

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Lean Startup“ von Eric Ries (ebenfalls Gründerbuch aus dem Silicon Valley, aber methodisch statt thesenhaft); „Der Innovator's Dilemma“ von Clayton Christensen (ebenfalls über die Entstehung echter Neuerungen).
  • Wissenswert: Das Buch geht auf ein Start-up-Seminar zurück, das Thiel 2012 an der Stanford University hielt; die Mitschriften des Studenten Blake Masters verbreiteten sich im Internet, Thiel überarbeitete sie zum Buch (Vorwort der Leseprobe, Autorenangaben des Verlags). Thiels Lieblingsfrage im Vorstellungsgespräch: „Welche Ihrer Überzeugungen würden nur wenige Menschen mit Ihnen teilen?“ (Kapitel 1).

Worum es geht

  • Aufbau: Vorwort, 14 Kapitel (u. a. „Die Ideologie des Wettbewerbs“, „Geheimnisse“, „Mafiamethoden“, „Mensch und Maschine“, „Das Gründerparadox“) und ein Ausblick „Stagnation oder Singularität“ (Inhaltsverzeichnis laut Hugendubel).
  • Thesen der Autoren: Horizontaler Fortschritt (Kopieren, Globalisierung) unterscheidet sich von vertikalem Fortschritt (neue Technologie); seit etwa 1970 habe sich der technische Fortschritt außerhalb der Computertechnik verlangsamt; Konkurrenz sei schädlich, nur Monopole seien auf Dauer erfolgreich; neue Technologien kämen meist aus kleinen Gründerteams. Belegt wird das vor allem mit Thiels eigener Erfahrung als Mitgründer von PayPal und Palantir und als Investor (u. a. Facebook, SpaceX) sowie mit Beispielen aus der Wirtschaftsgeschichte – es sind Meinungen und Deutungen, keine wissenschaftlichen Befunde.

Reihe & Ausgaben

  • Einzelband.

Stimmen aus Rezensionen

  • getAbstract (Redaktionsrezension, abgerufen 2026-10-22): Thiel provoziere nicht nur, sondern begründe seine gewagten Thesen gut; Kritik: Das Buch atme über weite Strecken den Geist junger Start-ups im Silicon Valley und lasse sich nur bedingt auf westeuropäische Unternehmen übertragen.
  • Pressestimmen, wie sie der Verlag zitiert (Hugendubel, abgerufen 2026-10-22): FAZ.net (26.09.2014) hebt hervor, dass Thiel sich gegen das Dogma wende, allein der Wettbewerb treibe den Kapitalismus voran; das Manager Magazin (01.10.2014) nennt das Buch eine Sammlung provokanter Thesen zwischen Gesellschaftskritik, ökonomischer Theorie und Unternehmerhandbuch. Als Verlagsauswahl einseitig positiv.

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