Arctic Meltdown

Die Neuvermessung der Welt von Robert Habeck

Der frühere Vizekanzler kippt den Globus und schaut vom Nordpol auf die Welt: Warum die schmelzende Arktis zum Schauplatz des Machtkampfs zwischen USA, Russland und China wird.

  • 416 Seiten
  • Anspruch: mittel

Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783462014846).

Für wen?

Politisch interessierte Leser ohne Vorwissen zur Arktis; laut Cleanthinking eher Überblick als Neues für Fachleute.

Wie liest es sich?

Mischung aus Reiseberichten (u. a. Tromsø, Kirkenes, Spitzbergen), erzählter Geschichte und Analyse, gegliedert in Kapitel mit prägnanten Überschriften, mit Anmerkungsapparat (Cleanthinking, 01.10.2026). Leitbegriff ist die „arktische Amplifikation“ – die Erwärmung, die laut Verlag viermal schneller verläuft als im globalen Mittel.

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Die Macht der Geographie“ von Tim Marshall (Geopolitik über Landkarten erklärt); Sachbücher über das Abschmelzen der Polkappen, die Perlentaucher als verwandt listet.
  • Wissenswert: Der Vizekanzler und Wirtschaftsminister von 2021 bis 2025 arbeitet inzwischen am Danish Institute for International Studies in Kopenhagen (KiWi-Rechteseite, 2026-10-14). Die Lesereise ist an mehreren Terminen ausverkauft (Verlag, 2026-10-14).

Worum es geht

  • Ausgangspunkt laut Verlag: Die Drohungen des US-Präsidenten haben die Arktis ins Zentrum der Weltpolitik gerückt; das Eis schmilzt und öffnet Handelsrouten und Rohstofflager.
  • Themen: Geschichte der Arktis einschließlich der dänischen Kolonialherrschaft über Grönland, die Menschen vor Ort, der US-Anspruch auf Grönland, Russlands Rückkehr zur „Roten Arktis“, Chinas „Polare Seidenstraße“ und die Frage, was das für die regelbasierte Weltordnung bedeutet (Verlag).
  • Belegbasis: eigene Reisen und politische Erfahrung des Autors, Anmerkungsapparat mit weiterführender Literatur (Cleanthinking).

Reihe & Ausgaben

  • Einzelband. Frühere Bücher Habecks bei KiWi u. a. „Den Bach rauf“ und mit Andrea Paluch „Die zweite Heimat der Störche“ (Verlag).

Stimmen aus Rezensionen

  • Deutschlandfunk Kultur, Benjamin Knödler (07.10.2026, Notiz: perlentaucher.de): „starkes Buch“, generalistischer Blick, verknüpft Klimawandel und Geopolitik und macht die Zusammenhänge für Laien verständlich; liest sich zugleich als Selbstbeschreibung von Habecks politischer Position, aber „keine reine Selbstinszenierung“.
  • Cleanthinking, Martin Jendrischik (01.10.2026, cleanthinking.de): Perspektivwechsel vom Nordpol trägt das Buch, Grönland-Kapitel als Höhepunkt; Kritik: „keine Studie und kein Strategiepapier“, Zahlen spielen eine Nebenrolle, Rechtfertigungen des Politikers bleiben erkennbar.
  • Pressestimmen laut Verlag: SZ Online (01.10.2026) „dringend nötige sicherheitspolitische Analyse“, Frankfurter Rundschau (09.10.2026).

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