Breath – Atem

Neues Wissen über die vergessene Kunst des Atmens von James Nestor

Ein Journalist mit chronisch verstopfter Nase lässt sich in Stanford zehn Tage lang die Nase zustöpseln und erkundet von Apnoetauchern bis zu alten Tao-Texten, warum es nicht egal ist, wie wir atmen.

  • 336 Seiten
  • Tempo: ausgewogen
  • Anspruch: mittel

Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783492058513).

Für wen?

Leser populärer Wissenschaftsreportagen mit Selbstversuch; Sportler, Schnarcher, Yoga- und Meditationsinteressierte, die Atemtechniken ausprobieren wollen.

Wie liest es sich?

Ich-Erzähler im Reportagestil, szenisch und mit Selbstironie (der schäbige Atemkurs in San Francisco, das Endoskop in der Nase); Präsens in den Experimentszenen, viele Zahlen und Anmerkungen (Endnoten). Kapitel um 15–30 Seiten, Übungsanhang am Schluss.

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Darm mit Charme“ (Giulia Enders, darm-mit-charme) – ebenfalls ein unterhaltsamer Blick auf ein unterschätztes Organ; Wim-Hof- und Buteyko-Bücher für die reine Praxis.
  • Wissenswert: Wer das Buch liest, atmet laut Autor rund 10.000-mal; ein Mensch atmet im Leben etwa 670 Millionen Mal (Leseprobe). Laut Wikipedia (abgerufen 2026-10-14) bis April 2023 über 2 Millionen verkaufte Exemplare weltweit, 18 Wochen auf der NYT-Bestsellerliste im ersten Jahr.

Worum es geht

  • Ausgangslage: Nach einem Atemkurs (Sudarshan Kriya), der ihn überraschend schwitzen und danach tagelang entspannt sein ließ, recherchiert Nestor jahrelang. Rahmen ist ein 20-tägiges Experiment an der Stanford University mit dem schwedischen Atemtherapeuten Anders Olsson: zehn Tage nur Mund-, dann zehn Tage Nasenatmung.
  • Aufbau: Teil I „Das Experiment“ (Evolution, Mundatmung), Teil II „Die vergessene Kunst und Wissenschaft des Atmens“ (Nase, Ausatmen, Langsam, Weniger, Kauen), Teil III „Atmen+“ (Hyperventilation, Luftanhalten, Techniken wie Tummo und Sudarshan Kriya); Epilog mit Zusammenfassung, Anhang mit Atemübungen, rund 60 Seiten Anmerkungen.
  • Belegbasis: Interviews mit Ärzten, Forscher und „Pulmonauten“, Studien in den Anmerkungen, historische Quellen; Kritiker bemängeln den hohen Anteil an Anekdoten (siehe unten).

Auszeichnungen & Listen

  • American Society of Journalists and Authors: Best General Nonfiction Book of 2020; Finalist Royal Society Science Book Prize 2021; New-York-Times-Bestseller (alles laut Wikipedia „Breath: The New Science of a Lost Art“, abgerufen 2026-10-14). Deutsche Bestsellerplatzierung: Piper bewirbt Nestors Folgebuch als „Spiegel-Bestseller Breath – Atem“ (DNB-Titel „Deep Sea“, 2026).

Reihe & Ausgaben

  • Einzelband. Weiteres Buch des Autors bei Piper: „Deep Sea“ (über Apnoetauchen, Taschenbuch 2026). Keine weiteren Titel des Autors in der Datenbank.

Stimmen aus Rezensionen

  • Volkart Wildermuth, Deutschlandfunk Kultur (15.01.2021, laut Perlentaucher perlentaucher.de): als Expeditionsbericht mit Selbstversuchen gern gelesen, aber nicht alles sei ernst zu nehmen; Kranke sollten keine Kur erwarten – das Buch sei auch kein Ratgeber.
  • Sam Kean, Wall Street Journal (31.05.2020), und Kate Womersley, The Spectator (30.07.2020) (beide laut Wikipedia en.wikipedia.org): lebendig und anregend, aber zu wenig Skepsis, Placebo-Effekt ausgeblendet, zu viele Anekdoten; Womersley warnt vor einem neuen Selbstoptimierungstrend.
  • Kirkus Reviews (21.04.2020, laut Wikipedia): „willkommene, belebende Gebrauchsanweisung“ für die Atemwege.

Das könnte dir auch gefallen

Alle Bücher wie „Breath – Atem“ →
Breath – AtemBei Amazon