Gebt mir etwas Zeit
Meine Chronik der Ereignisse von Hape Kerkeling
Hape Kerkeling verbindet eigene Erinnerungen – Kindheit im Ruhrpott der 1970er, eine große Liebe im Amsterdam der 1980er, die Anfänge im Fernsehen – mit einer im Corona-Lockdown begonnenen Ahnenforschung, die ihn bis zu Amsterdamer Kaufleuten des 17. Jahrhunderts führt.
- 368 Seiten
- Tempo: ausgewogen
- Anspruch: leicht
Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783492058001).
Kerkeling-Fans, Leser von „Der Junge muss an die frische Luft“ und alle, die sich für Familienforschung, DNA-Tests und niederländische Geschichte interessieren.
Plaudernder Ich-Erzähler, der sich direkt an „Liebe Leserinnen und Leser“ wendet, voller Pointen und Kalauer („Unsere Oma kommt aus Tansania!“), aber auch mit ernsten Einschüben zu Rassismus und Datenmissbrauch. Rund 30 Kapitel von 6–20 Seiten, jedes nach einem Wappen benannt; Gegenwartskapitel im Präsens, dazwischen historische Kapitel, die laut Vorwort teils „spekulativ und fiktional“ ausgemalt sind.
Kurzprofil
- Ähnliche Bücher: „Der Junge muss an die frische Luft“ (Kerkelings Kindheitserinnerungen, 2014);
ich-bin-dann-mal-weg(gleicher Ton, persönliche Suche); Geert Mak, „Das Jahrhundert meines Vaters“ (Familiengeschichte als Zeitgeschichte). - Wissenswert: Der Titel ist laut Buch der Wahlspruch von 1667 am Haus Herengracht 327 in Amsterdam, wo der Hutmacher Cornelis Kerkeling lebte (Leseprobe S. 7). Eine Verfilmung soll am 21.10.2027 in die Kinos kommen (kino.de, 18.09.2026).
Worum es geht
- Ausgangslage: Ein DNA-Test und drei Jahre Recherche in Archiven (u. a. Arolsen Archives) bringen Kerkeling auf die Spur eines Vorfahren, der 1695 aus Holland ins Münsterland zog – und auf ein Geheimnis um seine Großmutter Bertha (laut Verlag).
- Erzählt wird im Wechsel: eigene Erlebnisse (erstes Kapitel: der Sechsjährige verliebt sich 1971 bei einem Ausflug mit den Eltern in Amsterdam) und Episoden aus dem Leben von Vorfahren seit dem Mittelalter, abgeschlossen von einem genealogischen Anhang.
Auszeichnungen & Listen
- „SPIEGEL-Bestseller #1“ laut Verlagsseite (abgerufen 2026-10-14) und DNB-Titelzusatz der Taschenbuchausgabe; Listendatum nicht geprüft.
- Verfilmung angekündigt, Kinostart 21.10.2027 geplant (kino.de, 18.09.2026): kino.de
Reihe & Ausgaben
- Einzelband. Taschenbuch (Piper, 2025, ASIN 3492324002) und Audible-Hörbuch (ASIN B0D9JXZ3H6) unter
ausgaben. Weitere Kerkeling-Bücher bei Piper/Malik: „Ich bin dann mal weg“ (ich-bin-dann-mal-weg), „Der Junge muss an die frische Luft“, „Frisch hapeziert“, „Ich sach mal so“, „Pfoten vom Tisch!“.
Stimmen aus Rezensionen
- Süddeutsche Zeitung, Martin Zips (25.09.2024, laut Perlentaucher): eigentlich zwei Bücher in einem; die Ahnenforschung sei launig, aber mitunter langatmig (Spinoza-Zitate, Wappen), die persönlichen Erinnerungen deutlich spannender; lobt Witz, Tiefgründigkeit, Selbstironie und moralisches Gespür. perlentaucher.de
- Verlag zitiert DIE ZEIT („gut gelauntes Buch“ über sich und seine Herkunft) und SWR Kultur („lesenswert“) – Originaltexte nicht abgerufen.
- Büchertreff (17 Bewertungen, Ø 4 von 5; abgerufen 2026-10-14): Lob für warmherzigen Humor und die Geschichte der Großmutter; Kritik an häufigen Zeitsprüngen und spekulativen Vergangenheitsszenen. buechertreff.de
Inhaltshinweise
- Laut Rezension (SZ, 2024): Tod eines Freundes an Aids, Homophobie in der Fernsehbranche der 1980er; laut Danksagung Bezug zu NS-Opfern (Arolsen Archives).




