„Ich singe um mein Leben“. Reinhard Mey – ein Porträt
Leben und Werk des berühmten Liedermachers, des Chansonniers, der Musiklegende von Oliver Kobold
Ein Literaturwissenschaftler erzählt Reinhard Meys sechs Jahrzehnte lange Karriere entlang seiner Lieder – von den Burg-Waldeck-Festivals der Sechziger bis zum 30. Studioalbum 2026 –, ausdrücklich als Porträt, nicht als Biografie.
- 368 Seiten
- Tempo: gemächlich
- Anspruch: mittel
Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783150115619).
Mey-Fans und Liedermacher-Interessierte, Leser von Musikerporträts, die Werkdeutung und Anekdoten mögen; wer Kobolds „Reinhard Mey. 100 Seiten“ kennt und mehr will.
Warmherziger, essayistischer Ton, Erzählpräsens bei Szenen (Tournee 2022, Wien), viele Liedzitate und Belege aus Interviews (auch eigenen Gesprächen mit Mey 2024), dazu literaturwissenschaftliche Bezüge (Orpheus-Mythos, Theweleit). Lange Kapitel mit thematischer Inhaltsübersicht; eine Playlist zum Buch dient als „Audioguide“ (Leseprobe).
Kurzprofil
- Ähnliche Bücher: Michael Schneiders „Meylensteine. Reinhard Mey und seine Lieder“ (Liedanalysen); Kobolds eigenes „Reinhard Mey. 100 Seiten“ (Reclam, kürzerer Einstieg).
- Wissenswert: 2026 erhielt Mey auf einen Schlag 24 nachträgliche Goldene Schallplatten, weil Verkäufe jahrzehntelang nicht gemeldet worden waren – seitdem hat jedes Studioalbum seit 1967 mindestens Gold (Leseprobe, Vorwort). Sein Erlös aus „Mein Apfelbäumchen“ (1989) ist laut Kobold die größte Einzelspende, die die Kinderkrebshilfe je erhielt (Leseprobe).
Worum es geht
- Ausgangspunkt: Meys Tournee 2022, die mit dem Konzert in Wien endete, wo 1970 sein erstes großes Solokonzert stattfand. Mey hat nie eine Autobiografie geschrieben – seine rund 500 Lieder seien seine Memoiren; Kobold liest sie entsprechend als „Chronik der Gefühle“.
- Aufbau: 14 Kapitel, grob chronologisch und thematisch (Burg Waldeck und erste Platten, „Die Karriere des Frederik Mey“, die großen Balladen, „Die Kinder von Izieu“, „Heimatlos“, „Lieder wie Freunde“, „Stille Größe“), Farbtafelteil, Diskografie, Quellen. Belegbasis: Interviews, Liedtexte, Pressearchiv, Gespräche mit Mey.
Reihe & Ausgaben
- Einzelband. Vom selben Autor bei Reclam: „Reinhard Mey. 100 Seiten“ und die Liedauswahl „Ich wollte wie Orpheus singen“ (Verlagsvita).
Stimmen aus Rezensionen
- Die Rheinpfalz, Wolfgang Scheidt (12.10.2026, rheinpfalz.de,-neues-buch-%C3%BCber-reinhard-mey-ein-leben-erz%C3%A4hlt-in-liedern-_arid,5938042.html): „kenntnisreiche und inspirierende Hommage“ an Werk und Leben Meys; Schwerpunkt auf Meys Verzicht auf eine klassische Autobiografie. Keine Kritikpunkte genannt.
- Liedermacher-Forum (09.10.2026, liedermacher-forum.de): Hinweis auf einen NDR-Kultur-Beitrag zum Erscheinen; noch keine Leserurteile.
- Weitere Rezensionen nicht gefunden – das Buch erschien eine Woche vor Stand.




