Die innere Oma

Gelassenheit lernen von der weisesten Version deiner selbst von Franca Cerutti

Statt zurück zum inneren Kind geht der Blick nach vorn – zum eigenen, sehr alten Ich, das mit Abstand und Wohlwollen meist nur einen Rat hat: Lass es.

  • 272 Seiten
  • Anspruch: leicht

Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783492067881).

Für wen?

Erschöpfte Leser, die vom Optimieren genug haben und keinen weiteren Leistungsratgeber wollen; Hörer von „Psychologie to go!“; wer mit Perfektionismus, Schuldgefühlen, Vergleichen oder Grübeln hadert.

Wie liest es sich?

Du-Ansprache, locker und humorvoll („Omma“ aus dem Ruhrgebiet, Seitenhiebe auf Eisbad-Routinen), dabei viele Verweise auf Psychologie (Freud, Schematherapie, Forschung zum Zukunfts-Selbst). Kurze Unterkapitel, jedes Kapitel in Teil 2 endet mit einer „Oma-Frage“. Laut Blogrezension stellenweise studienlastig.

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Das Kind in dir muss Heimat finden“ (Stefanie Stahl, das-kind-in-dir-muss-heimat-finden) – die Arbeit mit dem „inneren Kind“, also der Blick zurück, von dem sich Cerutti ausdrücklich abgrenzt; „Die LET THEM Theorie“ (die-let-them-theorie) – ebenfalls ein Plädoyer fürs Loslassen.
  • Wissenswert: Die Autorin beginnt mit „Dies ist kein Ratgeber“ und rät vom 5-Uhr-Aufstehen mit Zitronenwasser ab; ihre persönliche innere Oma ist eine „Omma“ aus dem Ruhrgebiet (Leseprobe).

Worum es geht

  • Aufbau: Teil 1 (Kap. 1–4) stellt das Konzept vor – die innere Oma als selbst geschaffener, wohlwollender innerer Anteil (psychologisch: „Zukunfts-Selbst“), mit Anleitung zur Imagination und der „Oma-Frage“ als Kompass. Teil 2 (Kap. 5–13) ist eine „Not-to-do-Liste“: Perfektionismus, Schuld, Vergleichen, Retten, Kleinmachen, Durchhalten, Zerdenken, Schweigen, Müssen. Teil 3 (Kap. 14) und Nachwort fragen, was mit dem gewonnenen Freiraum geschehen soll; Literaturverzeichnis.
  • Belegbasis: Verweise auf Persönlichkeits- und Selbstmitgefühlsforschung (z. B. Simine Vazire), Psychoanalyse und Schematherapie, Fallbeispiele aus der Praxis der Autorin.

Auszeichnungen & Listen

  • „Bestseller“-Kennzeichnung auf piper.de (abgerufen 2026-10-14; Liste/Platz nicht angegeben). Preise: keine gefunden (2026-10-14).

Reihe & Ausgaben

  • Einzelband. Früheres Buch der Autorin: „Psychologie to go!“ (laut Verlag Bestseller). Keine weiteren Titel der Autorin in der Datenbank.

Stimmen aus Rezensionen

  • Rosanna Wegenstein, Spektrum.de (15.09.2026, spektrum.de): überzeugend und aus therapeutischer Erfahrung geschrieben, Teil 2 mache das Konzept lebendig; Kritik: Die Sprache wirke mitunter doch wie ein weiterer Weg zur Selbstoptimierung, und der Appell, liebevoll zu sich zu sein, „bevor es zu spät ist“, könne Druck erzeugen.
  • Buchblog livediesel (06.10.2026, buchblog.livediesel.de): 5 Sterne fürs Hörbuch, Idee „genial“, verständlich und ohne Dogmen; Passagen mit Studien und Statistiken gelesen wohl eher trocken.

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