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Die nächste Stufe der Evolution

Wenn Mensch und Maschine eins werden von Ray Kurzweil

Der Zukunftsforscher Ray Kurzweil erneuert seine Prognose, dass Menschen bis 2045 mit künstlicher Intelligenz verschmelzen, und erklärt, warum er sie durch die jüngsten KI-Fortschritte bestätigt sieht.

  • 496 Seiten
  • Anspruch: anspruchsvoll
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Für wen?

Leser, die sich für KI, Zukunftstechnik und Transhumanismus interessieren und eine bewusst optimistische Gegenposition zu KI-Skeptikern kennenlernen wollen.

Wie liest es sich?

Ich-Perspektive des Autors, selbstbewusst und zuversichtlich; viele Zahlen, Grafiken (64 Abbildungen laut Titelei) und eigene Erinnerungen an KI-Pioniere. Kapitel 1 ist kurz, Kapitel 2 enthält einen technischen Einschub zum Aufbau neuronaler Netze, der Vorwissen oder Geduld verlangt.

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Menschheit 2.0“ (Kurzweil, dt. 2014) als direkter Vorgänger; Nick Bostrom „Superintelligenz“ zum gleichen Thema mit stärkerem Blick auf Risiken; Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens von Richard David Precht als kritische Gegenposition, die Kurzweils Visionen ausdrücklich angreift.
  • Wissenswert: Kurzweil sagt nach eigener Darstellung seit 1999 voraus, dass eine KI 2029 den Turing-Test besteht, und hat darüber eine Wette mit dem PC-Pionier Mitch Kapor laufen (Leseprobe, Kapitel 1). Laut Autor bekommt man für einen Dollar heute etwa die 11 200-fache Rechenleistung wie 2005 (Einleitung).

Worum es geht

  • Aufbau laut Inhaltsverzeichnis: Einleitung und acht Kapitel – die sechs Stadien der Evolution, die Neuerfindung der Intelligenz, die Frage nach Identität und Bewusstsein („Wer bin ich?“), exponentieller Fortschritt im Alltag, Zukunft der Arbeit, Gesundheit in den nächsten 30 Jahren, Gefahren und ein abschließendes „Zwiegespräch mit Kassandra“, dazu Anmerkungen und Register.
  • Kernthesen des Autors: Ein „Gesetz vom steigenden Ertragszuwachs“ lasse Informationstechnik exponentiell billiger werden; in den 2030er-Jahren werde der Neokortex an die Cloud angebunden, 2045 sei die Singularität erreicht. Risiken wie Arbeitsplatzverlust und Missbrauch benennt er, hält sie aber für eingrenzbar. Es sind Prognosen des Autors, keine gesicherten Fakten.
  • Belegbasis: zahlreiche Endnoten mit Studien und Statistiken.

Reihe & Ausgaben

  • Kein Reihentitel; das Buch knüpft laut Einleitung an „Menschheit 2.0. Die Singularität naht“ (Original 2005, dt. 2014) an. Der Vorgänger steht nicht in der Datenbank (2026-10-22).

Stimmen aus Rezensionen

  • Deutschlandfunk Kultur (Vera Linß, 14.12.2024, laut Perlentaucher): viele Berechnungen und philosophische Bezüge, aber vieles bleibe Spekulation; Fragen nach Macht und Wirtschaft fehlten, das Buch predige die Machbarkeitsideologie des Silicon Valley.
  • FAZ (Helmut Mayer, 29.11.2024, laut Perlentaucher): wenig Neues – Kurzweil bekräftige seinen bekannten Glauben an die erlösende Kraft der KI und den Termin 2045; Mayer sieht darin eine Umdeutung alter Endzeitvorstellungen.
  • Quelle: perlentaucher.de
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