Der Reisende

Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit von Andrea Wulf

Die Lebensgeschichte von Georg Forster, der als Teenager mit James Cook um die Welt segelte, gegen Rassismus und Sklaverei anschrieb und am Ende Revolutionär der Mainzer Republik wurde.

  • 592 Seiten
  • Tempo: ausgewogen
  • Anspruch: mittel

Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783570105580).

Für wen?

Leser von Wulfs Humboldt-Buch, Fans erzählender Biografien und Entdeckungsreisen, an Aufklärung und Menschenrechten Interessierte.

Wie liest es sich?

Szenischer Einstieg (ein tödlicher Schuss am Strand von Tanna, 1774), dann chronologisch erzählt; die Autorin spricht im Prolog in Ich-Form über ihre Recherchereisen. Viele Originalzitate aus Briefen, anschauliche Landschaften, mittellange Kapitel mit Ortsangaben und Jahreszahlen. Deutschlandfunk Kultur vergleicht es mit einem Abenteuerroman.

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Rückkehr nach Lemberg“ (Philippe Sands, rueckkehr-nach-lemberg) – erzählende Sachgeschichte über die Ursprünge der Menschenrechte; Wulfs „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ (nicht in der Datenbank) – Forster war Humboldts Lehrer.
  • Wissenswert: Alexander von Humboldt sagte noch mit 88 Jahren (1858), er habe ein halbes Jahrhundert lang gesagt, was er seinem Lehrer Georg Forster verdanke (zitiert im Prolog der Leseprobe).

Worum es geht

  • Teil I „Aufbrüche“: Kindheit bei Danzig, mit zehn Jahren Expedition mit dem Vater durch Russland, Jugend in England.
  • Teil II „Entdeckungen“: die Weltumsegelung auf Cooks „Resolution“ 1772–1775 (Antarktis, Neuseeland, Tahiti, Tonga, Osterinsel, Tanna u. a.).
  • Teil III „Ambitionen“ und Teil IV „Revolutionen“: Ruhm in Europa, Kassel, Wilna, Mainz, Französische Revolution.
  • Belegbasis: laut Autorin ausschließlich Werke, Tagebücher und Briefe Forsters und seiner Zeitgenossen, „nichts ist erfunden“; dazu Reisen an die Originalschauplätze.

Reihe & Ausgaben

  • Einzelband; Leseprobe nennt bereits die 2. Auflage (2026).

Stimmen aus Rezensionen

  • Deutschlandfunk Kultur, Michael Lange (06.10.2026, Notiz bei Perlentaucher perlentaucher.de): verbindet Vernunft, Gefühl und Fantasie, fesselnd wie ein Abenteuerroman, gründliche Recherche, viel Einfühlung; keine Kritik genannt.
  • Kirkus Reviews (23.03.2026, zur US-Ausgabe „The Traveler“, kirkusreviews.com): „A stirring, empathetic portrait“, akribisch aus Archivquellen gearbeitet; keine Kritikpunkte.

Inhaltshinweise

  • Tötung eines Inselbewohners im Prolog, Gewalt der Kolonialzeit; Zitate enthalten historische rassistische Begriffe (Hinweis der Verfasserin); Gewalt des Vaters in Forsters Kindheit.

Das könnte dir auch gefallen

Alle Bücher wie „Der Reisende“ →
Der ReisendeBei Amazon