Die Schnabels
Mutter, Vater, 17 Kinder. Eine Geschichte von Zusammenhalt und Verzicht von Katrin Hörnlein
Eine der größten Familien der alten Bundesrepublik – Eltern und 17 Kinder, geboren zwischen 1952 und 1975 – erzählt aus vielen Blickwinkeln, wie Alltag, Rollenbilder und Gesellschaft zwischen Wirtschaftswunder und Mauerfall aussahen.
- 240 Seiten
- Tempo: ausgewogen
- Anspruch: leicht
Affiliate-Links. In Deutschland gilt die Buchpreisbindung – ein neues Buch kostet überall gleich viel, auch in deiner Buchhandlung vor Ort (ISBN 9783423285636).
Leser erzählender Sachbücher über Familien- und Alltagsgeschichte der Bundesrepublik; wer selbst in einer großen Familie aufgewachsen ist oder die 1950er- bis 1980er-Jahre erlebt hat.
Laut dpa-Besprechung beruht das Buch auf Interviews mit den Kindern, die dasselbe Ereignis oft ganz unterschiedlich schildern; die Autorin ordnet die historischen Zusammenhänge ein (Volksstimme/dpa, 12.10.2026). Leseprobe nicht gelesen.
Kurzprofil
- Ähnliche Bücher: Sabine Bodes „Die vergessene Generation“ (Familien- und Zeitgeschichte aus Gesprächen); Florian Illies' „Generation Golf“ (westdeutscher Alltag als Gesellschaftsporträt).
- Wissenswert: Als der älteste Sohn Odilo geboren wurde, regierte Konrad Adenauer; beim jüngsten Kind Falk hatte gerade Helmut Schmidt Willy Brandt abgelöst (welt.de, Hannes Stein, zitiert auf der dtv-Seite, abgerufen 2026-10-14).
Worum es geht
- Gernot und Renate Schnabel bekommen ab 1952 siebzehn Kinder, acht Mädchen und neun Jungen; der Vater ist Betriebswirt, die Mutter bricht ihr Studium in Münster ab und wird Hausfrau (dpa, 12.10.2026).
- Das Buch beschreibt, wie fast 20 Menschen auf engem Raum lebten, in welchen Mengen eingekauft wurde und wie die Kinder in Pflege und Erziehung eingebunden waren – und zugleich, wie typisch vieles für westdeutsche Familien jener Zeit war: Alleinverdiener-Vater, unbeaufsichtigte Kinder, eine Mutter, die sich zunehmend emanzipieren will (Verlag).
- Der Untertitel nennt das Leitmotiv: Zusammenhalt und Verzicht; das Buch reicht laut Verlag bis in die Gegenwart.
Reihe & Ausgaben
- Einzelband. Von der Autorin erschien 2023 „Eine wie sie fehlt in dieser Zeit. Erinnerungen an Astrid Lindgren“ (laut dtv).
Stimmen aus Rezensionen
- dpa (Sibylle Peine, 12.10.2026, hier über Volksstimme: volksstimme.de): „faszinierender Einblick“ in bundesrepublikanische Gesellschaftsgeschichte; lobt, dass die Autorin die historischen Zusammenhänge für Jüngere liefert. Keine Kritik genannt.
- welt.de (Hannes Stein, laut dtv-Seite): hebt hervor, wie genau die Familie die frühe Geschichte der Bundesrepublik spiegelt. Volltext nicht geprüft.
- LovelyBooks (Tendenz): 5 Sterne bei 1 Bewertung, keine Textrezension (2026-10-14).



