Die Kunst des Liebens

von Erich Fromm

Der Psychoanalytiker Erich Fromm erklärt, warum Liebe kein Glücksfall ist, der einem zustößt, sondern eine Fähigkeit, die man wie jede Kunst in Theorie und Praxis lernen muss.

  • 224 Seiten
  • Anspruch: mittel
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Für wen?

Leser, die über Beziehungen, Partnerschaft und das eigene Lieben grundsätzlich nachdenken wollen – eher Denkanstoß als Schritt-für-Schritt-Ratgeber; diese Ausgabe im Großdruck eignet sich auch für Leser, die eine größere Schrift brauchen.

Wie liest es sich?

Kurzer, essayistischer Sachbuchtext zwischen Psychologie und Philosophie; ohne Leseprobe nicht selbst geprüft – Rezensenten nennen es ein „kleines Buch“ mit klarer Grundthese (Funk 1994, Jellouschek 2007).

Kurzprofil

  • Ähnliche Bücher: „Haben oder Sein“ von Erich Fromm (gleicher Autor, gleiche humanistische Haltung, dort auf die Gesellschaft gewendet); „Die Kunst, als Paar zu leben“ von Hans Jellouschek (Paartherapeut, der sich ausdrücklich auf Fromm bezieht).
  • Wissenswert: Allein in Deutschland wurden laut Fromm-Herausgeber Rainer Funk weit über drei Millionen Exemplare verkauft, weltweit schätzte er gut 25 Millionen in über 50 Sprachen (Funk, Nachwort 1994). Das Buch entstand nicht aus eigener Idee: Die Publizistin Ruth Nanda Anshen regte Fromm an, seine verstreuten Gedanken zur Liebe für ihre Reihe „World Perspectives“ zu sammeln (ebd.).

Worum es geht

  • Ausgangsfrage: Ist Lieben eine Kunst? Fromm beobachtet, dass Menschen sich nach Liebe sehnen, aber kaum glauben, dafür etwas lernen zu müssen – sie fragen eher, wie sie geliebt werden, als wie sie selbst lieben können (Verlagstext).
  • Theorie: Fromm betrachtet nicht nur die Liebe zwischen Partnern, sondern auch Elternliebe, Nächstenliebe, erotische Liebe, Selbstliebe und Liebe zu Gott (Inhaltsangabe bei Hugendubel, 2026-11-08) und grenzt reife Liebe deutlich von bloßer Verliebtheit ab (Jellouschek 2007).
  • Praxis: Lieben verlangt eigene Aktivität und Arbeit an sich selbst; Voraussetzung sind der Glaube an die eigenen Kräfte und der Mut, ihnen zu vertrauen – „lieben lernen“ statt „geliebt werden“ (Verlagstext). Laut Inhaltsangabe zählen dazu auch Disziplin, Demut und Verantwortung (Hugendubel).
  • Belegbasis: kein empirisches Sachbuch, sondern ein Essay des Psychoanalytikers, geschrieben mit 56 Jahren in Mexiko (Funk 1994).

Auszeichnungen & Listen

  • Keine Preise gefunden (2026-11-08). Weltbestseller laut Rainer Funk (Nachwort 1994, über drei Millionen Exemplare in Deutschland).

Reihe & Ausgaben

  • Einzelwerk. Deutsche Übersetzung von Liselotte und Ernst Mickel in mehreren Ausgaben (dtv, Ullstein 2024, Manesse gebunden laut Hugendubel); Hörbuch mit Heikko Deutschmann (2025) und älter mit Max Volkert Martens (DNB 2019).

Stimmen aus Rezensionen

  • Rainer Funk (Nachwort „Erich Fromm und die Kunst des Liebens“, 1994, Fromm-Archiv Tübingen): erklärt den Erfolg damit, dass Fromm als einer der ersten Psychologen ernsthaft über Liebe schrieb und von etwas sprach, das er selbst zu leben versuchte. Kritikpunkt: keiner – als Herausgeber und Nachlassverwalter Fromms klar wohlwollend.
  • Hans Jellouschek (Vortrag zum 100. Geburtstag Fromms, Fromm Forum 11/2007): als Paartherapeut findet er das Buch weiterhin wichtig, gerade weil es wirklich um die Liebe einschließlich der erotischen gehe. Kritik: Fromm betone Wille und Entschluss zu stark und unterschätze die Verliebtheit als Ausgangspunkt einer Beziehung.
  • Leserportale: LovelyBooks 4,2 Sterne bei rund 600 Bewertungen (laut Websuche, 2026-11-08) – nur Tendenz.

Eckdaten

Verlagdtv
Erschienen01.03.1998
Seiten224
ISBN9783423361026
OriginalThe Art of Loving (1956, englisch)
ÜbersetzungLiselotte Mickel, Ernst Mickel
AlterErwachsene
Anspruchmittel

Quellen: DNB: kein Treffer für die ISBN (2026-11-08; Suche liefert Ullstein-Ausgabe 2024 und Hörbücher) · Verlagstext: hugendubel.de (Verlagsmeldung) · Leseprobe: keine offen zugängliche gefunden (2026-11-08; nur passwortgeschützter book2look-Viewer)

Stand: 08.11.2026

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